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 Merlasian

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Thaleia
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BeitragThema: Merlasian   Sa Nov 10, 2007 1:50 pm

Noch ein kleines Vorwort zur Geschichte: Merlasian ist der Name der bekannten Welt in welcher diese Geschichte spielt. Es werden verschiedenste Wesen vorkommen, welche teilweise der Mythologie, Sagen oder ganz einfach nur meiner Phantasie entsprungen sind.



Merlasian
Die Suche nach den sieben Mächtigen



Prolog
Der letzte Drache


Schwarze, dichte Wolken verfinsterten den nächtlichen Himmel über dem Andosgebirge. Zuckende Blitze durchschnitten die Dunkelheit. Donnergrollen hallte unheimlich von den rauen Felswänden wider. Glitzernd weisse Schneeflocken führten einen wilden Tanz um die acht Gestalten, welche einen Kreis um den Ersten Baum bildeten. Ein kleines Mädchen schrie, doch ihre Stimme wurde sogleich vom Wind ungehört verschluckt. Ihre zarten Finger umklammerten den mit Leder eingebundenen Griff eines langen stählernen Schwertes. Die Hand ihrer Mutter Amaterasu, der Königin der Waldelfen, ruhte beruhigend, doch ohne eine Wirkung zu zeigen auf ihrer Schulter.
Allmählich gingen ihre Schreie in ein ängstliches weinen über. Böse Blicke aus funkelnden Augen ruhten auf ihr. Blicke aus den schwarzen, lidlosen Augen des Kronk, einer grausamen und widerwärtigen Kreatur.
Alles andere als freiwillig hatte er sich hier eingefunden. Hier, im schneebedeckten Gebirge, wo es darum ging den letzten Drachen zu bannen. Dazu wurde ein magischer Gegenstand von jedem der sieben Völker benötigt. Nur so kann der Drache ein für alle Mal von Merlasian gebannt werden, denn seine Kraft ist unermesslich. Einst war ein ganzes Heer von hunderten, gar tausenden Kampferprobten Kriegern gegen ihn ausgezogen, doch nur gerade eine Handvoll schwer Verwundeter kehrte in ihre Heimat zurück. Weiterhin verbreitete der gewaltige Drache Kasmaragu Angst und Schrecken. Auf seinen Raubzügen hinterliess er nichts als Zer-störung und Leid. So kam es, dass man den Kronk gezwungen hatte ebenfalls einen Gegenstand herzustellen und ihn zum Ersten Baum mitgeschleppt hatte.
Dwalin, der Zwerg und Billianarumkalarna, die Trollin hatten einige Mühe ihn festzuhalten. Die Aveseri Milante, ein dem Menschen ähnliches Wesen, doch mit Flügel und Krallen, anstatt Füssen, eilte ihnen schleunigst zu Hilfe.
Etwa in einem Meter Entfernung hüpfte der am ganzen Leib zitternde Ilian von einem Bein auf das andere. Er stammte aus dem friedlichen Volk der Dunarit, welches überhaupt nicht viel vom herumreisen oder gar von Abenteuern hielt. Doch Ilian war ganz offensichtlich und sehr zu seinem missfallen, in eine abenteuerliche Geschichte hinein geraten. Nicht jeden Tag galt es einen gefährlichen Drachen, vor wessen alleinigem Namen sich halb Merlasian beinahe zu Tode fürchtete, zu bannen!


Zuletzt von am Sa Nov 24, 2007 1:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Thaleia
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BeitragThema: Re: Merlasian   Mo Nov 12, 2007 6:38 pm

„Sieben Personen, aus jedem Volk einer,
Sieben Gegenstände hergestellt in zauberkundiger Schmiede.
Das Schicksal nehme sich nun an deiner,
Drache. Das dein Schrecke nun versiege.

Versammelt haben wir uns um den Ersten Baum,
Den grossen Kasmaragu gilt es nun zu bannen.
Als Bedrohung erscheinen werden wir ihm wohl kaum,
Doch wart bis unser Netz aus Magie wir spannen.

Wie sehr unser Vorhaben ihm auch wird widerstreben,
Kein Entrinnen es für ihn mehr wird geben.
Das Ende der Schrecken ist nun nah,
den letzten Tag er heut mit Augen sah.“


Die mächtige Stimme Alcors, des Zauberers aus dem Menschenvolk hatte sich über den tobenden Wind erhoben. Ein aufgeschlagenes, in Leder gebundenes Buch lag in seinen ausge-streckten Händen, woraus er gerade gelesen hatte. Kaum waren seine Worte verklungen, begann die Schrift zu verblassen und nur wenig später starrte er auf ein blankes Stück Pergament.
Nicht weit von ihnen entfernt vernahmen sie ein tiefes, schauriges Donnergrollen, welches ihnen die Nackenhaare zu Berge stehen liess. Es schien sich ihnen zu nähern und bald darauf sprang Kasmaragu der Drache wütend schnaubend und mit ausgebreiteten Flügel die Felswand empor. Mit einem weiteren gewaltigen Satz war er in ihrer Mitte.
Zur selben Zeit ging ein leuchtend violettes Licht aus den sieben magischen Gegenständen hervor. Das unnatürliche Strahlen wurde beständig intensiver und blendete ihr Augenlicht. Wie ein Netz begann es sich um den Drachen zu spannen. Voller Hass spie Kasmaragu Feuer gegen sie, doch das unheimliche violette Licht hatte ihm bereits die Augen und die Sinne vernebelt, so dass er sie nicht mehr klar erkennen konnte. Wild spie er um sich, in der Hoffnung seine gefährlichen Angreifer zu treffen. Statt ihrer jedoch ging der Erste Baum in lodernden Flammen auf. Das Untier holte zu einem letzten peitschenden Hieb mit seinem mit Stachel besetzten Schwanz aus und während es Dwalin und Billianarumkalarna gerade noch gelang sich mit einem Sprung zu retten, wurde Bâshrûk der Kronk frontal getroffen und in einiger Entfernung hart gegen den Fels geschleudert.
Unterdessen aber sank der Drache mit einem erderschütternden Knall zu Boden und wurde vom Nebel völlig verschlungen. Langsam löste sich der Neben auf und strömte allmählich in die Gegenstände zurück und bald deutete nichts mehr auf dessen Existenz hin. Nur vom Ersten Baum war nichts als ein verkohlter Stamm übrig geblieben. Nie wieder würde er seine schönen, silbrig weissen Blüten tragen.
Alle eilten zu dem schwer verletzten und am Boden liegenden Bâshrûk. Voller Zorn liess er seinen Blick über die sieben Gestalten gleiten. „Der Drache wird zurückkehren, schrecklicher denn je.“ presste er mühsam unter Schmerzen hervor. „Er wird das edle Werk und die Herrschaft des Schattens vollenden und die sieben Relikte werden Macht und Zerstörung bedeuten. Denn wisset, der Spiegel, den ich geschmiedet, ist mit einem Fluch behaftet. Nun sind es auch das Schwert, das Tuch, der Stein, der Speer, der Ring und selbst das Buch der Erschaffung wird zum Buch der Zerstörung.“ Röchelte er mit einem widerlichen Grinsen im Gesicht, bevor er endgültig seinen Geist aushauchte.
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Thaleia
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BeitragThema: Re: Merlasian   Sa Nov 24, 2007 1:14 pm

1.
Der Angriff


Das Rad der Zeit drehte sich weiter. Stunde um Stunde, Tag um Tag und Jahr um Jahr vergingen. Fünfzehn Jahrhunderte waren seither verstrichen. Die Bannung des letzten Drachen und die Kunde der sieben magischen Gegenständen geriet mehr und mehr in Vergessenheit bis schliesslich nicht mehr als eine nur noch selten erzählte Legende davon übrig blieb.

Die Sonne sandte ihre warmen, goldenen Strahlen auf das friedliche Dunarland, welches hinter dem Andosgebirge lag, hinab. Die Bewohner dieses Landes, die Dunarits waren von gutmütiger Natur, kleingewachsen und hatten spitze Ohren. Ihre liebe galt allem schönen, wobei sich das Schöne allerdings in ihrer unmittelbaren Umgebung zu befinden hatte. Denn obwohl sie gerne wanderten, gingen sie niemals weiter als ein paar Kilometer von ihren Häusern weg und von Abenteuern hielten sie schon gar nichts.
Die Mellaonbäume, Abkömmlinge des Ersten Baumes, erblühten nun, wie jedes Jahr, in ihrer vollen Pracht. Glitzernd weisse Blütenblätter wurden sanft vom Wind erfasst und davon ge-tragen. Das helle Lachen von Kindern, spielend und tanzend durch die weiten, saftig grünen Wiesen, lag in der Luft und zauberte ein erfreutes Grinsen auf die Gesichter ihrer Eltern.
Nur einer wurde von der fröhlichen Stimmung nicht erfasst. Dieser war alles in allem ein sehr undunaritischer Dunarit. Ein ganzes Jahr war er in ganz Merlasian herum gewandert, zusammen mit einem Zwerg und drei Menschen, darunter war auch ein richtiger Zauberer. Dabei hatte er vielerlei gefährliche Abenteuer erlebt, von welchen er aber nur sehr selten sprach. Er wurde sowie so als sonderbarer Kauz angeschaut, aber wenn er erzählen würde was er erlebt hatte, würden sie ihn für völlig verrückt halten.
Besorgt blickte er nun zu dem Gebirge hin, welches wie eine riesige Mauer das Dunarland von den übrigen Gebieten Merlasians trenne. Die Dunarits lebten vollkommen für sich. Und daran wollten sie auch nicht ändern. Es interessierte sie nicht, was hinter den Bergen vor sich ging, so lange sie ihr friedliches, ruhiges Land hatten.
Ein Vogelschwarm flog dem Beobachter entgegen. Seltsame, schwarze Vögel waren es. Er hatte sie schon gesehen, doch noch nie so weit von ihrer Heimat im dunkeln Kumundor entfernt.
„Nichts Gutes liegt in der Luft. Ich spüre den Schatten beständig näher kommen. Bald wird er auch das Dunarland heimsuchen. Wandte er sich an seine Frau Nalia, die leise zu ihm getreten war. Beruhigend griff sie nach seiner Hand.
„Ach Ilandor, du hättest das Gebirge nicht überschreiten sollen. Seither sprichst du nur noch in Rätsel. Es gibt keinen anderen Schatten als den, welchen die Wolken werfen wenn sie die Sonne verdecken. Und wenn es nicht die Wolken sind, dann ist es weil eben gerade Nacht ist. Komm jetzt, das Essen ist fertig. Elias wartet schon.“ Mit schnellen Schritten und kaum hörbar seufzend ging sie in ihre Wohnhöhle, unter einem Gras bewachsenen Hügel, zurück.
Einen kurzen Moment blieb Ilandor regungslos stehen. Sein Blick blieb an einem Haufen schwarzer Punkte in noch weiter Ferne haften. Langsam schienen sie sich vom schneebedeckten Gebirgspass abwärts zu bewegen. Mit einem seltsamen Gefühl in Magen riss er sich von den Punkten los. Noch nie zuvor hatte eine so starke, böse ihn Vorahnung ergriffen, doch dies war es, was er überdeutlich verspürte.
Nur kurze Zeit später, als er mit Nalia und seinem dreijährigen Sohn Elias bei Tisch sass, kam er auf die ihn beunruhigenden schwarzen Flecken zu sprechen.
„Du siehst Gespenster. Dies sind bestimmt bloss die grossen Adler die jeden Frühling den Gebirgskamm überqueren.“ tat Nalia das Gesehene ab. „Und diese anderen Vögel werden wohl dass selbe getan haben.“
Ilandor hatte die Adler selbst für einen kurzen Augenblick in Erwägung gezogen, doch Zweifel und beinahe ein Anflug von Furcht hatte ihn erneut übermannt. Doch er hielt es für unsinnig ihr zu widersprechen und stocherte schweigend in seiner Linsensuppe. Vielleicht hatte sie ja recht und er machte sich bloss unnötige sorgen.
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Thaleia
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BeitragThema: Re: Merlasian   Sa Dez 08, 2007 2:27 pm

Der tiefe, dröhnende Klang eines Hornes durchschnitt plötzlich die mittägliche Stille. Das Warnhorn der Wachen, welche nur selten mehr als einen Streit zwischen Dunaritkinder zu schlichten hatten. Schon seit jeher wurde das mächtige Horn von Wachhand zu Wachhand überreicht. Doch sein alles durchdringender Ton wurde seit über drei Jahrhunderten nicht mehr vernommen. Damals war ein aussergewöhnlich harter Winter gewesen und Wölfe hatten sich einen Weg über die Berge gesucht. Ihre hungrigen und gierig, geifernden Mäuler hatten mehrere Opfer gefordert. Nun wurde der Klang des Hornes sofort erkannt und er verbreitete Angst und Schrecken.
„FEUER! FEINDE! ANGRIFF! Greift zu Pfeil und Bogen Dunarländer!“
Aufgeregte Schreie drangen von draussen an ihre Ohren. Ilandor sprang unwillkürlich von seinem Stuhl, eilte ins Nebenzimmer und kam mit einem Köcher voller Pfeile auf dem Rücken, einem Jagdbogen in der Hand und einem Schwert an seinem Gürtel zurück.
„Bleibt im Haus!“ rief er Nalia aufgeregt zu und stürzte zur Tür hinaus. Etwa drei Duzend Männer und auch einige Frauen hatten sich bereits vor dem Dorf zu einem Haufen zusammengeschart. Sie stellten etwa die Hälfte aller Einwohner von Durandor dar. Mir eiligst gespannten Bögen ziehlten sie in Richtung der herangaloppierenden Reiterschar. Noch nie waren ihre Bögen für anderes, als zur Nahrungsbeschafung oder zum harmlosen Spiel verwendet worden. Erschrocken musste Ilandor feststellen, dass er als einziger ein richtiges Schwert an seiner Seite trug. Einige der Wachen besassen zwar Kurzschwerter und Messer, doch in einem Nahkampf mit diesen in langen schwarzen Umhängen gekleideten Reitern würden sie von geringem Nutzen sein. Denn schon von weitem war das blitzen langer eiserner Schwerter in deren erhobenen Händen zu erkennen.
Auf den Befehl des obersten der Wachen sirrten Pfeile durch die Luft, doch nur eines der schwarzen Pferde wurde in die Flanke getroffen und strauchelte, während sein Reiter gewandt absprang und unverletzt zu Fuss den Angriff aufnahm. Ein weitere Reiter fiel und blieb reglos liegen. Die restlichen elf galoppierten ungehindert auf sie zu.
Ohne abzubremsen überriten sie die Vordersten der Dorfbewohner, welche nicht schnell ge-nug aus dem Weg springen konnten. Nach einigen Meter rissen sie die Pferde grob an den Zügel herum und standen nun den ängstlich blickenden Dunarits gegenüber. Einer der Reiter trabte einige Schritte hervor, dann sprach er mit einer unheimlich flüsternden, rauhen Stimme in einem fremden Akzent. Und bei seinen Worten lief allen ein kalter Schauer den Rücken hinunter. „Gebt uns Elias und wir werden gehen. Weigert euch und ihr seit tot.“
Ilandor schauderte. Sein Sohn war der einzige mit Namen Elias, doch was sollten die Reiter der Dunkelheit von ihm wollen. Er wusste wer sie waren, auf seiner Reise hatte er Legenden von ihnen vernommen, und er wusste auch woher sie kamen. Sie waren die übelsten Diener des Herrschers von Kumundor und Onûk-Umbâr, Mischwesen aus Mensch oder Elb und Kronk. Noch bevor er etwas erwidern konnte, sprach einer der Wachen.
„Wir...wir kennen keinen ... E... Elias.“ Seine Stimme zitterte und war voller Furcht.
„Lügner.“ zischte der Reiter. „Klarm usk knamrk.“ Auf seinen Befehl hin stürmten sie alle zugleich auf die kleine Schar der Dorfbewohner ein und liessen ihren Schwerter gnadenlos auf sie niedersausen. Niemandem gelang es lange stand zu halten. Auch in die Häuser drangen sie ein und erschlugen die noch verbleibenden.

Aus einer anderen Richtung hatte sich ein weiterer Reiter unbemerkt dem Dorf Dunador genähert. Doch dieser war ganz in grau gekleidet und sein Pferd ein Grauschimmel. In einer Hand hielt er einen langen, knorrigen Stab, in wessen oberem Ende ein seltsamer Stein eingefasst war. Leise schlich er sich um eines der Häuser und trat ein. Eine Frau sass reglos auf einem Stuhl und starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an, fest an sich gedrückt hielt sie einen kleinen Jungen.
„Kommt mit. Schnell, wir müssen fliehen!“ er riss Nalia auf die Beine, packte sie bei der Hand und nahm den weinenden Jungen auf den Arm. „Seit leise!“ befahl er, öffnete die Tür und schlich, sie nach sich ziehend hinaus. Völlig verblüfft folgte Nalia seinen Anweisungen ohne sichtlichen Widerstand, obwohl ihre entsetzliche Angst ihr beinahe das Blut in den Adern stocken liess. Doch dem Anblick, der sich ihr draussen bot war sie nicht gewachsen.
Viele der Dorfbewohner lagen bereits in ihrem eigenen Blut, andere kämpften einen aus-sichtslosen Kampf mit ihren Angreifern. Vor entsetzen schrie sie laut auf. Einer der Onûk-Umbâr bemerkte sie, grinste sie unter seiner Kapuze finster an und kurz darauf traf sie ein Messer im Rücken.
Alcor, der graue Reiter zog den schreienden Elias von seiner toten Mutter fort. Er rannte mit ihm zu seinem Pferd Lanalin, sprang auf und setzte den Jungen vor sich. Aus dem stehen sprengte es in gewaltigen Galoppsprüngen davon.
Doch ihre Flucht wurde sogleich bemerkt und bereits waren ihnen einige der Onûk-Umbar mit ihren schnellen, schwarzen Rössern dicht auf den Fersen. Alcor trieb sein Pferd zu noch grösserer Eile an und ganz langsam gewannen sie an Vorsprung. Irgendwann blieben die Schattenreiter zurück und wandten sich wieder Dunador zu.
Alcor liess Lanalin noch eine Weile in einem raschen Tempo weiter traben, bis er sich sicher war, nicht mehr verfolgt zu werden. Am späten Abend erreichten sie eine Höhle am Fuss des Gebirges, in welcher sie Unterschlupf suchten. Elias zog sich schweigend in die hinterste Ecke zurück und schlief bald darauf ein, ohne recht zu begreifen was geschehen war. Nicht wissend, wie stark sich sein Leben an diesem einen Tag verändert hat. Alcor setzte sich auf einen Felsen und zupfte sich gedankenverloren an seinem langen, weissen Bart.
„Beinahe währe ich für alles zu spät gekommen.“ Sagte er leise auf den reglosen Elias blickend. „Irgendwann wirst du wissen, wieso es dein Dorf nicht mehr gibt. Ich weiss nicht wann, doch deine Zeit wird kommen.“
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